Zechenpark Friedrich Heinrich in Kamp-Lintfort

Abbildung
AnkerpunktKamp-Lintfort
47475 Kamp-Lintfort | Friedrich-Heinrich-Allee 81

Zechenpark Friedrich Heinrich in Kamp-Lintfort

2021 wurde Zeche Friedrich Heinrich als 27. Ankerpunkt in die Route Industriekultur aufgenommen. Das einzige Industriedenkmal westlich des Rheins verbindet wunderbar Natur und Industriekultur.

Das Bergwerk Friedrich Heinrich war die dritte große Zechengründung auf linksrheinischer Seite. 1906 hatte eine französische Bankengruppe das Abbaugebiet von den Erben des Industriellen Friedrich Heinrich Freiherr von Diergardt erworben, um sich verkokbare Vorkommen für die heimischen Eisenhütten zu sichern. Ab 1907 entstand eine im Ruhrbergbau bis dato einzigartig großzügig und repräsentativ gestaltete Doppelschachtanlage mit Kokerei. 1924 übernahm der Konzern De Wendel aus Lothringen die Zeche. 1970 endete das französische Engagement mit der Eingliederung von Friedrich Heinrich in die Ruhrkohle AG. Doch die Kamp-Lintforter Zeche war nicht nur schön: Bereits im August 1958 schaffte Friedrich Heinrich als erste Zeche im Ruhrbergbau den vollständig mechanisierten Abbau. In den 1980er-Jahren ging der erste Steuerstand der RAG über Tage in Betrieb. Und 1997 wurde im Flöz Girondelle 5 weltweit erstmals in über 1000 Metern Tiefe ein 430 Meter langer Streb förderfertig hergerichtet. Mit 20.262 Tonnen verwertbarer Tagesförderung erzielte die Mannschaft hier im März 1998 einen Weltrekord.

2002 wurden die Schachtanlagen Friedrich Heinrich/Rheinland und Niederberg zum Bergwerk West zusammengeschlossen. Ein Arrangement von kurzer Dauer: Am 31. Dezember 2012 endete mit Stilllegung des Bergwerks West der Bergbau am Niederrhein. In gut 100 Jahren wurden auf Friedrich Heinrich weit über 200 Millionen Tonnen Steinkohle gefördert; allein 1993 ganze 4,17 Millionen Tonnen.

Seit der Stilllegung des Bergwerks 2012 wurden anlässlich der Landesgartenschau 2020 Grünflächen umgestaltet und ein Tierpark integriert. Die Zechengebäude werden mittlerweile als Wohneinheiten, Künstlerateliers und Hochschule genutzt. Besucher*innen können den Förderturm, den Lehrstollen, das Haus des Bergmanns und das Infozentrum Stadt und Bergbau besuchen. Nach seinem Ausbau wird der Schirrhof eine Stätte

Für den Versand unserer Newsletter nutzen wir rapidmail. Mit Ihrer Anmeldung stimmen Sie zu, dass die eingegebenen Daten an rapidmail übermittelt werden. Beachten Sie bitte auch die AGB und Datenschutzbestimmungen .

Save the Date
01. Juni 2024
Das Programm wird am 19. April veröffentlicht!